Pilot-Projekt Spitalreinigung 2013 / Auswertung
Pilot-Projekt Spitalreinigung 2013 / Auswertung

INHALT

Einleitung

A. Die Projektanfrage

B. Projektplanung und konkrete Vorbereitung des Projekts
C. Realisierung des Pilotprojekts

C1. Was wir antrafen
a.
Management-Situation im Spital
b.
Die Situation im Spital betreffend Sauberkeit, Desinfektion und Hygiene


C2. Was wir u.A. gelehrt und immer wieder in der täglichen Praxis geübt haben

C3. Verlust des Containers mit Reinigungs-Material und –Werkzeugen sowie Spendengut für Schulen und Familien durch Diebstahl

C4. Was ist daraus zu lernen für eine allfällige Weiterführung des Projektes
a.
In Bezug auf Umgang mit Projektanfragen
b.
In Bezug auf Abmachungen / Vereinbarungen und konkrete Projektplanung
c.
In Bezug auf Zusammenarbeit mit kambodschanischem Management und Behörden
d.
In Bezug auf Khmer-MitarbeiterInnen im Projekt (Übersetzung, etc.) und Zusammenarbeit im interkulturellen Projekt-Team

D. Weiterführung des Projektes / Schulungs-Angebotes

Erläuterungen
----------------

1. Hygiene allgemein in Kambodscha, Spitalhygiene in Kambodscha sowie Hygiene-Situation im Spital Banlung

2. Korruption in Kambodscha

3. Die Situation im Bereich Schulung / Ausbildung in Kambodscha sowie speziell in der Provinz Ratanakiri

Beilagen / Links / Foto-Links
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--> Foto- und Video-Links zum Pilotprojekt und seinem Verlauf

--> Info- und Presse-Links zum Gesundheitswesen in Kambodscha sowie der Hygiene-Situation in Kambodscha

--> Info- und Presse-Links zum Thema Korruption in Kambodscha


End-Noten zur Erläuterung von Begriffen

[nach oben]



Einleitung
Seit meiner Erkrankung an einer „sensiblen Polyneuropathie“ in den Füssen im 2007 reise ich - jeweils im Winter, der schmerzhaftesten Zeit für meine Füsse wegen der Kälte – seit 2008 jeweils für einige Monate nach Kambodscha (Provinzen Ratanakiri, Kampong Speu und Prey Veng sowie weitere ländliche Regionen und Provinzen), wo ich mittlerweilen viele Menschen in Minderheiten-Dörfer im Dschungel, Strassendörfer und armen Stadtgebiete sowie ihre Kultur und Lebenssituation, persönlich kennenlernen durfte.

In der Zwischenzeit habe ich 2010 hier in der Schweiz den Gemeinnützigen Verein für "Hilfe, Unterstützung, Förderung und Motivation von Menschen" (http://www.gv-hufm.ch) gegründet.

Der Verein bezweckt „Hilfe, Unterstützung, Förderung und Motivation / Empowerment für bedürftige Menschen und Gemeinschaften“ durch

Nothilfe / Soforthilfe an bedürftige Menschen durch Sachspenden wie [Kleider (1) (2); Verbandsmaterial (1) (2) (3); Nahrung; Werkzeuge (1) (2) (3); Ausstattung von bedürftigen Schulklassen / Schulen (1) (2) (3); Spitäler (1) (2) (3) (4) (5) (6); etc. sowie Vermittlung von SachHilfen anderer Hilfsorganisationen, etc.] [bisher u.A. in der Hauptstadt Phnom Penh, in Banlung und der weiteren Ratanakiri-Province (1) (2) (3) (4) sowie im Aoral-District der Kampong Speu-Province (1) (2) (3) (4) (5)]

Nothilfe / Soforthilfe an bedürftige Menschen durch kurzfristige finanzielle Hilfen / Unterstützungen (bisher u.A. in der Hauptstadt Phnom Penh, in Banlung und der weiteren Ratanakiri-Province sowie im Aoral-District der Kampong Speu-Province)

Hilfe, Unterstützung, Förderung und Motivation / Empowerment von Menschen durch Bildung und Schulung [Kinder-, Jugend- und Elternbildung) (bisher u.A. in der Hauptstadt Phnom Penh, in Banlung und der weiteren Ratanakiri-Province (1) (2) (3) (4) sowie im Aoral-District der Kampong Speu-Province (1) (2) (3) (4)]

die Realisierung von Projekten zu Hilfe, Unterstützung, Förderung und Motivation / Empowerment von Menschen [bisher u.A. in der Hauptstadt Phnom Penh, in Banlung und der weiteren Ratanakiri-Province sowie im Aoral-District der Kampong Speu-Province]
- FIRST-AID-Kurse für Health-Posts, Eltern und LehrerInnen (u.A. in Phnom Penh, in der Ratanakiri Province sowie Kampong Speu-Province) (1)(2)(3) (4)
- Massage-Einführungskurse für erblindete Menschen (1)
- Schulhaus-Bau im MinderheitenDorf Kaveak-Village, Aoral, Kampong Speu Prov. (1)(2)(3)
- Anleitung / Realisierung von Gartenbau / Toilettenbau in der Provinz Ratanakiri (1) (2) sowie Hausvergrösserung und Renovation
- Schwimm-Unterricht für Kinder und Jugendliche in der Provinz Ratanakiri (1)
- etc.

• die Beteiligung an Projekten anderer Hilfsorganisationen
• die Beratung bei Projektplanungen
Projektbegleitungen

In der Zeit vom 15.01.2013 bis 15.03.2013 haben wir nun im Spital Banlung, Provinz Ratanakiri [Karten --> (1) (2) ], Kambodscha, unser Spitalreinigungs-Pilotprojekt durchgeführt.

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A. Die Projektanfrage
Erster Impuls zu diesem Pilotprojekt „Spitalreinigung, Desinfektion und Hygiene“ waren u.A. Spitalbesuche im 2009, 2010 und 2011/2012 [u.A. mit Familien, Eltern, Erwachsene, Jugendliche und Kindern -->(1) (2) (3) (4) ] aus umliegenden Dschungeldörfern sowie u.A. mit der Mutter aus einer mir bekannten Familie, welche von ihrem Ehemann mit einem Holzstuhl zusammengeschlagen wurde und zur Behandlung ihrer Kopfverletzungen ins Spital verbracht werden musste…]. Und dann natürlich auch die jährliche Übergabe von Spendengut (1) an dieses Spital und an die Health-Centres in der Provinz Ratanakiri (1), bei welchen ich jeweils die MitarbeiterInnen und die Institutionen kennenlernen konnte.
Und dann schlussendlich die im 2012 erfolgte Projektanfrage eines Arztes im Referal Hospital in Banlung, der Provinz-Hauptstadt von Ratanakiri (ich wurde nach Unfällen in Kambodscha im Februar 2012 dort notfallmässig hospitalisiert, war einige Tage dort in Behandlung und kannte verschiedene Ärzte im Spital schon seit einigen Jahren, weil ich ja jedes Jahr Spital-Material für ihr Spital und die angegliederten Health-Centres dieser ärmlichen Provinz im Container mitbringe / dabei lernte ich auch diesen Arzt kennen) für ein Projekt „Spitalreinigung, Desinfektion, Hygiene und Abfallmanagement“ im Provinzspital Ratanakiri, Kambodscha.

Die Anfrage lautete (hier etwas verkürzt): „Cambodia’s health situation remains amongst the world’s worst. Ratanakiri province, there is 14 different groups of indigenous people living with most of them have very low education...”. “The purpose of this proposal is to support activities focusing on hygiene and infection control...”. (siehe hier als PDF ).
Kurz und bündig: Angefragt waren also eine „Spende“ von vorerst ca. US$ 15'000 dafür, dass das Spitalmanagement sowie der Anfrager einige der „ungebildeten“ ReinigerInnen „aus Minderheiten-Völkern“ eventuell mal in eine Weiterbildung nach Siem Reap entsenden würde(n), sowie die Tätigkeit der SpitalreinigerInnen dann in Zukunft „Supervisieren“ würden…
Heisst übersetzt konkret: Der offensichtlich „professionelle Anfrager und Geld-Organisierer“ - ein Arzt / Manager des CMSSO (Cambodian Medical Services Support Organization) in Kambodscha – hätte zu seinen Handen 15'000 US$ erhalten, mit denen er dann - allenfalls zusammen mit seinen „Management“-Kollegen im Spital - irgendetwas hätte organisieren können…, wenn sie dann wirklich gewollt hätten… Und das tägliche durch das Spital gehen der Ärzte / „Manager“ wäre dann zukünftig Supervision genannt und in Zukunft (unter dem Titel „Projekt“) noch zus ätzlich „entlöhnt“ worden…

Aufgrund der mir bekannten Hygiene-Situation im Spital Banlung , der sozialen Situation in Ratanakiri sowie speziell auch aufgrund der mir bekannten Situation im Bereich Schulung / Ausbildung in Kambodscha war ich mit dem beantragten Vorgehen überhaupt nicht einverstanden.

Grundsätzlich aber empfand ich ein Spitalreinigungs-Schulungs-Projekt für die Mitarbeiter-Innen im Reinigungs- und Care-Bereich (unter Einbezug des Managements) aber sehr sinnvoll, und (abgesehen von allfälliger Nachhaltigkeit durch Kontrolle vor Ort und Weiterführung in den kommenden Jahren als wichtiges und neues, nützliches und attraktives Ausbildungs-Projekt) auch - so oder so - eine nützliche, sinnvolle Krisenintervention / Nothilfe für das Spital, seine MitarbeiterInnen sowie für die PatientInnen / Familien aus den umliegenden Dschungeldörfern in der eher ärmlichen Provinz Ratanakiri.

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B. Projektplanung und konkrete Vorbereitung des Projekts
Aufgrund meiner damals doch 6-jährigen Orts- und Kulturkenntnis Kambodschas war mir schnell klar, dass es nicht darum gehen kann, irgendwelchen „Spitalkadern“ Geld für ein solches Projekt zur Verfügung zu stellen, sondern dass allenfalls - quasi als Krisenintervention im Spital sowie zur Schulung / Förderung der MitarbeiterInnen - etwas im Sinne eines solchen Projektes / Angebots „Spital-Reinigung, Desinfektion und Hygiene“ gemacht werden müsste / könnte.

Nach ersten Gesprächen mit verschiedenen SpezialistInnen und verantwortlichen PraktikerInnen (Reinigungs- und Hygiene-Verantwortliche) in Spitälern in der Schweiz und im nahen Europa entwarfen wir das Pilot-Projekt Spitalreinigung (siehe auch hier), und führten intensive Briefwechsel und Gespräche mit Verantwortlichen aus dem Bereich Spitalreinigung, Hygiene und Reinigungs-Ausbildung in der Schweiz.
So machte ich in meiner Freizeit auch Spitalbesuche in der Schweiz sowie im europ. Ausland, führte Gespräche mit verschiedenen Fachleuten im Bereich Reinigung / Spitalreinigung, Desinfektion und Hygiene / Spitalhygiene,und besuchte verschiedene Kurse / Schulungen, um mein Grund-Wissen zum Thema aufzufrischen und auf den neuesten Stand zu bringen.

Und zusätzlich dazu machte ich mich natürlich - [nebst meiner täglichen Praxis-Tätigkeit als Psychotherapeut (Einzel-, Paar- und Familientherapie), Supervisor (Team- und Fall-Supervision und Team-Entwicklung) und Coach, mit der ich mir ja meinen Lebensunterhalt verdiene, und die mir nach wie vor sehr Freude macht] auf die Suche nach UnterstützerInnen / SponsorInnen (Material, Werkzeuge und Geld) für ein solches praktisches Pilotprojekt zur Krisenintervention.

Dabei waren - nebst dem Hauptsponsor für dieses Pilot-Projekt, Herr Urs Egli von der Firma IBZ AG in Adliswil, ZH (http://www.ibzag.ch/de/home.html) - insbesondere auch die Kontakte zu folgenden Menschen / Firmen u.A. sehr nützlich und wertvoll: Schülke & Mayr AG, Zürich; IVF Hartmann, Neuhausen; verantwortliche MitarbeiterInnen des Kinderspitals St. Gallen und des Insel-Spitals in Bern (von hier erhielten wir auch jedes Jahr Spendengut für Spitäler und Health-Centres in Kambodscha) sowie Steiger Margrit und Ueli, Inhaber der Firma Toolbox GmbH., Schaffhausen. (siehe: Die Liste aller SponsorInnen und SpenderInnen ).

Zu unserem grossen Schrecken gab es dann plötzlich anfangs November 12 - kurz vor Projektbeginn – plötzlich noch kurzfristig Veränderungen, Absagen und Verschiebungen mit Sponsoren (siehe Endnoten 1 und 2), welche schlussendlich noch gravierende Einschränkungen im Budget erforderten .

Im Weiteren war es wichtig, dringend (und gar nicht so einfach…), über bereits bestehende Kontakte in Kambodscha MitarbeiterInnen für Anleitung und Übersetzung (aus Deutsch oder Englisch in Khmer-Sprache) aus der entsprechenden Region zu finden.
Schlussendlich gelang es jedenfalls, für das Pilotprojekt ein den Herausforderungen gewachsenes Team zusammenzustellen.

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C. Realisierung Pilotprojekt

Am 21.12.2012 trafen wir in Kambodscha ein, waren zuerst noch in Kampong Speu und Phnom Penh, um einige wichtige Sachen einzufädeln, zu erledigen und zu organisieren, und fuhren dann Ende Dezember 12 nach Banlung in der Provinz Ratanakiri für bereits schon im Herbst 2012 angemeldete und vereinbarte letzte Vorbereitungsgespräche mit der Spitalleitung / -Management und für die darauf folgende Projekt-Durchführung.

C-1. Was wir antrafen
Was wir anlässlich der ersten vereinbarten Treffen im Spital Banlung real antrafen, übertraf dann allerdings unsere schlimmsten Vorstellungen und Befürchtungen u.A. bezüglich Hygiene-Situation im Spital sowie bezüglich Interesse, Management-Wille und Management-Kompetenz des Spital-Managements noch um einiges…

a. Management-Situation im Spital
Am 11.01.2013 wollten wir - wie schon Wochen zuvor vereinbart – das Management des Spitals treffen, kennenlernen, ihnen weitere Informationen zum Projekt geben, vom Management im Gespräch eine Situationserläuterung erhalten sowie über den aktuellen Bedarf aus deren Sicht informiert werden, und dann auch Reinigungs- und Care-Team erstmals für ein kurzes Einf ührungs-Meeting treffen.

Wir trafen daher am Morgen des 11.01.2013 den ursprünglichen Projekt-Anfrager / Kontaktperson für das Spital, Dr. M. H. (Er arbeitet als Arzt im Spital für das CMSSO , und scheint hier in Banlung vor allem Geld für Projekte sowie Geld für das Spital-Management zu akquirieren), sowie einige weitere Männer, welche uns als Mitglieder des Spitalmanagements vorgestellt wurden…

• Wichtige Schlüssel-Personen des Spital-Managements, Verantwortliche für das Care-Team sowie für das Reinigungs-Team waren an diesem Meeting gar nicht gar nicht anwesend… Offensichtlich hatten sie viel wichtigeres zu tun.

• Von uns gewünschte Auskünfte wie z.B. zum formellen Eigentümer des Spitals, zu Zusammensetzung, Hintergrund und Funktionieren dieses Spital-Managements, Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten für die verschiedenen Bereiche (u.A. auch wer ist zuständig für Anstellungen, Budget, Budgetierung und Lohnzahlungen…) sowie über geltende Regeln und Guidelines für Spitalreinigung, Desinfektion und Hygiene konnten von den Anwesenden schlicht nicht klar beantwortet werden.

Wir forderten daher für den 14.01.2013 (den Tag vor Beginn / Einstieg in das Schulungsprojekt) einen neuen Sitzungstermin mit dem Spital-Management, um weitere wichtige Fragen und Verantwortlichkeiten zu klären, sowie wichtige Abmachungen zu treffen…

Hier, damit Sie sich die „Kommunikation“ vorstellen können, einige Auszüge aus dem SMS-Verkehr mit dem „Verantwortlichen“ des CMSSO / des Spitalmanagements: --> SMS-Antwort von Dr. M. H.: 12.01.2013/11:36:32: „Will ask them. Goal of Meeting? I have to monitor construction at Borkheo too. U have to find interpreter. I work for 3 other projects.” // SMS-Mitteilung von Dr. M. H.: 12.01.2013/11:52:26: „Make sure u have translator“ // SMS-Mitteilung von Dr. M. H.: 14.01.2013/08:49:11: „Meeting cancel because director n Chem Bora not at hospital“ // SMS-Mitteilung von Dr. M. H.: 14.01.2013/10:21:33: „Bora is in the meeting. He agreed to meet us at 3pm” // SMS-Mitteilung von Dr. M. H.: 14.01.2013/10:26:31: „He’s busy until 17 Jan. At 3 pm will b a short meeting“ // SMS-Mitteilung von Dr. M. H.: 14.01.2013/14:18:47: „Bora has meeting 3days at PHD for revise Planning “ // ...

Doch auch dieses schlussendlich doch noch durchgeführte 2. Meeting mit dem Spital-Management war weder informativ, zielführend für eine wirkliche Zusammenarbeit, noch konnten wirkliche Abmachungen und Vereinbarungen zu Verantwortlichkeiten, Teilnahmen, etc. erreicht werden…

Die wichtigste Frage des Spital-Managements – nämlich die nach dem Geld - war von unserer Seite schnell beantwortet: „Es gibt keine Bargeld-Übergabe an das Management, wie das vorgängig in der Projektentwicklung“ – mündlich und schriftlich - klar erläutert wurde…“

Die zweitwichtigste Frage des Spital-Managements – nämlich die nach dem Container und seinem Inhalt - war auch schnell beantwortet: „Der Container ist noch auf dem Weg und der Inhalt wird dann – natürlich nach Gesprächen mit dem Management - von uns verteilt“. Danach wurde schnell ersichtli, welche Interessen das Management hatte...

Die 9 MitarbeiterInnen vom Reinigungsteam [verantwortlich für die Reinigung von "60 rooms, surgery and emergency included" (1) (2) (3)] waren – entgegen der Vereinbarung mit dem Verantwortlichen des CMSSO und somit dem Spital-Management (1) – nicht freigestellt (auch nicht teilweise!!), und sie waren – entgegen aller Vereinbarungen - noch nicht einmal orientiert und vorbereitet worden bis heute, dass die Schulung morgen Dienstag, 15.01.2013 beginnt !!

Die MitarbeiterInnen des Care-Teams waren – entgegen der Vereinbarung mit dem Verantwortlichen des CMSSO und somit dem Spital-Management – bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal orientiert und vorbereitet worden, dass die Schulung morgen Dienstag, 15.01.2013 beginnt !!

Schlussendlich sollten 1 Tag vor Beginn der Schulung / des Projekts plötzlich auch die schon vor einigen Wochen vereinbarten Schulungs-Zeiten für Reinigungs-Team und Care-Team plötzlich (1) nicht mehr gelten, etc…

Wir entschieden daher kurzfristig und rigoros, dass wir gemäss den ursprünglich vereinbarten Zeitplänen schulen und arbeiten würden, und verzichteten schlussendlich noch am Tag vor Schulungsbeginn auf die Schulung des Care-Teams, welches offensichtlich erstens gar nicht informiert war, sich somit auf dieses Training gar nicht einstellen konnte, und sich scheinbar auch gar nicht so sehr für die gemeinsame Schulung mit dem (in der Hierarchie doch „viel weiter unten“ stehenden…) Reinigungs-Team interessierte…

Und begannen dann also wie geplant am 15.1.2013 mit dem Einstieg in die Schulung des Reinigungs-Teams des Spitals.
Einige uns zu Beginn noch als „Manager“ und/oder „Bereichsleiter“ vorgestellte Männer (u.A. der – wie sich dann herausstellte - Zuständige für das Ambulanz-Fahrzeug…) mieden nun in Zukunft grossräumig die Areale, in welchen wir jeweils gerade mit dem Reinigungs-Team arbeiteten…

Andererseits gab es zumindest ein Mitglied des Spital-Managements, ein Zahnarzt, der jetzt in Management-Position gerückt war, und der nebenbei vorläufig noch seinen Abschluss in Medizin machen wollte, der dann mehr und mehr Interesse fand an unserer Tätigkeit und unseren Plänen. Er wurde mehr und mehr zu unserer Kontaktperson und Bindeglied zum Spitalmanagement, und engagierte sich auch in Team-Konflikten und von uns formulierten Anliegen nach der Halbzeit-Auswertung, etc..
Den ursprünglichen Projekt-Anfrager, Dr. M. H. sahen wir nach Projekt-Beginn nur noch aus der Ferne… Offensichtlich hatten ihm Behörden aus Japan Geld gegeben für ein Projekt ausserhalb des Spitals…

Einige Tage, nach erneutem Insistieren, erhielten wir dann wenigsten die jeweils bei Rückfragen unsererseits (z.B. betreffend Regeln, Richtlinien, gültigen Standards im Spital) immer wieder angeführten, sogenannte „Guidelines“ des zuständigen Ministeriums in Khmer-Sprache…, welche wir dann zuerst mal übersetzen lassen mussten…
Allerdings gab es darin schlicht keine klaren, geltenden, praxisrelevanten Anweisun-gen, Regeln und Normen für die Themen Reinigung, Desinfektion und Hygiene in die-sem Spital, sondern mehrheitlich „Allgemeinplätze“, „Wünsche“, gescheite Worte und „allgemeine Erklärungen“, welche in der realen täglichen Praxis des Spitals aber schlicht keine Beachtung finden…, und sich allenfalls teilweise „gut lesen“, wenn man daf ür Zeit investieren will, und nichts gescheiteres zu tun hat…!!


b. Die Situation im Spital betreffend Sauberkeit, Desinfektion und Hygiene

Im Spital gibt es für Reinigung, Desinfektion und Hygiene schlicht keine geltenden und auch überprüfbaren Standards, Regeln und Vorschriften… Und es gab schlicht niemanden, der wirklich anleitet, kontrolliert und koordiniert, und schlicht niemanden der/die wirklich verantwortlich ist und so handelt.
Jemanden der wirklich weiss, was eigentlich Management-Job wäre, und die Ambition hat, seine Management-Funktion auch wirklich für das Spital, das Personal und die PatientInnen wahrzunehmen, gab es hier schlicht nicht.
Als verantwortliche Person für das Reinigungs-Team wurde uns vorerst der Verantwortliche für die Ambulanz-Fahrzeuge vorgestellt, bei dem sich aber schnell herausstellte, dass er die Funktion erstens gar nicht hat, und zweitens auch – weil er ja viel anderes zu tun hat – schlicht keine Kapazität, keine Erfahrung und kein Interesse an dieser Aufgabe sowie an der Teilnahme an der Schulung (zusammen mit dem „niedrigst eingestuften Personal im Spital“) hatte… --> Bilder zu --> „Was wir antrafen

Atem-Masken, Gummi-Handschuhe, Gummi-Stiefel sind im Budget zwar brav vorhanden... Real gibt es aber schlicht keine kostenlose Abgabe an die MitarbeiterInnen. Diese müssen sich – bei minimalstem Lohn, unter dem Existenz-Minimum – solchen Selbstschutz (Atem-Masken, Gummi-Handschuhe, Gummi-Stiefel, etc.) schlicht selbst, auf eigene Kosten beschaffen. Oder eben, sie sind nicht geschützt… Auch wenn sie auf der Tuberkulose- / Infectious-Deseases-Station arbeiten…

Situation im Minor-Surgery-Room / Situation im Raum für kleine chirurgische Notfälle
Der Minor-Surgery-Room im Notfall-Bereich sollte immer für kleine Notfall-Operationen bereit sein. Wir treffen hier (wie auch im Durchgangsraum ausserhalb dieses Raumes, wo alle PatientInnen und ihre Angehörigen zirkulieren, und die Notfall-Patienten mit ihren PartnerInnen und Kindern warten) regelmässig auf Stunden- und Tagealte „Blutbäder“, ungereinigte, verblutete und verschmutzte Liegen (Bild) (Bild) (Bild) (Bild) (Bild) sowie Plastik-Eimer, in welchen alle Abfälle ohne Rücksicht auf Gefahren ( Spritzen, Nadeln, Blut, zerbrochene Instrumente, blutige und Eitergetränkte Wund-Gazen, etc.) (Bild) (Bild) (Bild) (Bild) (Bild) dem Reinigungs-Personal hinterlassen werden, trotzdem es Abfall-Trennungs-Möglichkeiten gäbe...
Theoretisch gäbe es zwar „irgendwo“ eine „Regel“, dass der Arzt/das Pflegepersonal Spritzen und Injektionsnadeln getrennt in sicheren Behältern versorgt. Doch natürlich hält sich offensichtlich niemand an diese offenbar irgendwo vorhandenen, minimalsten Regeln.
So landen denn schlussendlich täglich auch gebrauchte Spritzen und Injektionsnadeln im für alle Spitalbesucher zugänglichen Abfall auf dem Spital-Areal …

Im Weiteren hausen in den Schränken in diesem Minor-Surgery-Room massenweise sichtbare und unsichtbare, lebendige und bereits tote Tierchen… Bilder --> 1 2
Und das Allerschlimmste und Gefährlichste daran ist: Niemand kümmert sich darum oder fühlt sich dafür verantwortlich!!

Der Raum und seine Benützung sind schlicht nicht „gemanagt“, und auch die Pflege der zwar durchaus vorhandenen Instrumente im Minor-Surgery-Room nimmt niemand wirklich wahr. Niemand ist dafür wirklich zuständig und verantwortlich! --> 3 4 5 6 7

Die Situation in der Station for infectious Deseases / Station für Infektionskrankheiten
Auch auf dieser Station für Menschen mit hoch ansteckenden Krankheiten wie TB (Tuberkulose), etc., gilt: Atem-Masken, Gummi-Handschuhe, Gummi-Stiefel sind im Budget für das Reinigungspersonal zwar brav vorhanden... Real gibt es aber schlicht keine kostenlose Abgabe an die MitarbeiterInnen. Diese müssen sich schlussendlich – bei minimalstem Lohn unter dem Existenz-Minimum – solchen Selbstschutz (Atem-Masken, Gummi-Handschuhe, Gummi-Stiefel, etc.) selbst, auf eigene Kosten beschaffen. Oder eben, sie sind nicht geschützt… Auch wenn sie hier tagtäglich mit ansteckenden Krankheiten zu tun haben… Und niemand (auch nicht vom „Management“) übernimmt Verantwortung f ür diesen Zustand und seine umgehende Veränderung !

Kochstelle für PatientInnen und ihre Angehörigen in der Station for infectious Deseases: --> 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Fliessendes Wasser war schlicht seit Jahren nicht vorhanden…. Niemand ist wirklich dafür zuständig… Wasser-Abläufe sind seit Monaten und Jahren verstopft, etc. Schaden-Meldungen des Reinigungspersonals versickern und bringen keine Ver änderung…

Toiletten und „Bade“- / Waschräume für PatientInnen der Station für ansteckende Krankheiten und ihre Angehörigen (welche ja oft den ganzen Tag und manchmal auch hier die Nacht verbringen, um ihre Familienangehörigen zu ernähren und zu betreuen…)
--> 1 2 3 4 5

Schränke zur Ablage von Koch-Utensilien, etc.: --> 1 2 3 4

Der Raum zur Aufbahrung verstorbener PatientInnen / Leichenhaus
Stell Dir vor, Du müsstest hier Deinen Vater, Deine Mutter, Deinen Bruder, Deine Schwester oder sonst jemand Dir nachstenenden hier antreffen Einfach schlicht ein respektloser Horror ! --> Bilder --> 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19

Die Situation in Toiletten und „Bade“- / Waschräume für PatientInnen anderer Stationen und ihre Angehörigen (welche ja oft den ganzen Tag und manchmal auch hier die Nacht verbringen, um ihre Familienangehörigen zu ernähren und zu betreuen…) Fliessendes Wasser war teilweise schlicht seit Jahren nicht vorhanden…. Niemand ist dafür zuständig… Wasser-Abläufe sind seit Monaten und Jahren verstopft, etc. -->? Bilder --> 1 2 3 4 5 6 7 8

Die Situation in der öffentlichen Küche für PatientInnen und ihre Familienangehörigen: (welche ja oft den ganzen Tag und manchmal auch hier die Nacht verbringen, um für ihre Familienangehörigen zu kochen, sie zu ernähren und zu betreuen…)
Fliessendes Wasser war teilweise schlicht seit Jahren nicht vorhanden…. Niemand ist dafür zuständig… Wasser-Abläufe sind seit Monaten und Jahren verstopft, etc. --> 1 2 3 4 5 6 7

Die Hygiene-Situation auf dem Spitalgelände
Aufgrund der Tatsache, dass niemand wirklich Regeln schafft (überall gibt’s Feuerstellen, wird fleisch getrocknet neben Abfallbehältern, spielen Kinder…) (1) (2) (3) (4), und für deren Einführung, Durchsetzung und Kontrolle auch verantwortlich ist, ist das Spitalgelände für PatientInnen, Familienangehörige mit Kindern (die ja oft den ganzen Tag im Spital verbringen, um das kranke Familienmitglied zu pflegen und für es zu kochen…) wie auch für MitarbeiterInnen hygienisch schlicht eine grosse Gefahr: Durchmischte, stinkende, blutige und gefährliche Abfälle (Spritzen, Nadeln, etc.) liegen überall rum, und die betreffenden Abfalleimer stehen – mit meist nicht getrennten Abfällen - oft tagelang offen und für jedermann zugänglich rum. Spritzenboxen und Injektionsnadeln, Blutgetränkte Rollwagen, Wundgazen, etc. liegen und stehen offen und für alle zugänglich rum… --> BILDER --> 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24

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C-2. Was wir u.A. gelehrt und immer wieder in der Praxis geübt haben

Nebst Allgemeinbildenden Inputs zu Themenbereichen wie Hygiene und Gesundheit, [Bakterien, Viren, Immunsystem, Bakterien und Viren und Ansteckungswege; Bakterien, Viren und Hygiene am Beispiel der neu einzuführenden Abgabe (und Spital-Internen Reinigung)] der Arbeitskleidung; Hände und Handhygiene im Privatleben; Hände und Handhygiene in der Reinigungs-Tätigkeit im Spital; etc.), Abfall (Lebensmittel-Abfälle und ihre Gefahren; Plasticsäcke, PET, Alufolien, Batterien sowie Medikamente und ihre Gefahren, etc.) (siehe hier) schulten wir in Theorie und Praxis u.A.:
--> Konzept für das Pilotprojekt

Arbeitssicherheit (Grundlagen für das tägliche Leben und Spital-Spezifisches) --> (siehe --> unter: F: ARBEITS-SICHERHEIT, Seite 10ff ) 1

Hygiene (Grundlagen für das tägliche Leben und Spital-Spezifisches) (--> siehe B: Allgemeinbildende Inputs, Seite 3ff )

Desinfektion (Grundlagen für das tägliche Leben und Spital-Spezifisches) (--> siehe )

Reinigung (Grundlagen für das tägliche Leben und Spital-Spezifisches) (--> siehe )

Praxis der Reinigung mit Asche (in Kambodscha kostenlos erhältlich), Essig und Soda (in Kamb. preisgünstig erhältlich)

Praxis der Reinigung mit verschiedenen - in Kambodscha erhältlichen - Reinigungs-Mitteln

Praxis der Reinigung und Desinfektion mit verschiedenen Reinigungs- und Desinfektions-Mitteln aus der Schweiz / Europa (Spendengut)

Praktische Handhabung / Anwendung von verschiedenen Reinigungs-Instrumenten und Hilfsmitteln (Reinigungs-Tücher, Besen, Schrubber, Mopp, Staubsauger, etc., Handhabung von Leitern, etc.) --> Bilder --> 1 2 3 4 5 6 7

Planung und Organisation von Reinigungsvorhaben
Stand ein Reinigungsvorhaben an, stürzten sich die Reinigungs-MitarbeiterInnen ohne Planung und Rücksprache in die Arbeit. JedeR begann irgendwo / irgendwas… Doch gerade in den Bereichen Spitalreinigung, Desinfektion und Hygiene wären Konzepte, Regeln, Planung und Organisation / Koordination prioritär… Also übten und schulten wir auch in diesem Bereich immer wieder.

Team- Arbeit / gemeinsames Reinigen im Team
Team-Arbeit war zu Beginn im Reinigungs-Team deutlich von Ängsten geprägt, und gar nicht beliebt. JedeR ReinigerIn reinigt möglichst alleine, denn man könnte ja einen Fehler machen, in Konfliktsituationen kommen, etc., und davor (Konflikte, „Gesichts-verlust“…) hat man hier eher Angst.
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temporäre Leitungsfunktion und Kontroll-Funktion übernehmen
Die Übernahme einer temporären Leitungs- / Kontroll-Funktion war bei den ReinigungsmitarbeiterInnen zumindest zu Beginn sehr unbeliebt.
Wenn wir dann bei Einsätzen verlangten, dass jemand temporär Führungs-Verantwortung und Kontroll-Funktion übernehme, entschuldigte sich dieseR immer zuerst für allfällige Fehler, welche er / sie machen könnte und bat um Verständnis der weiteren Mitglieder des Teams, dass er / sie diese Funktion nicht gesucht habe, und sich nicht „höher“ fühle als die Anderen …

Und natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, durch ständige Präsenz, Verhandlung mit dem Spital-Management sowie Konfrontation des Spital-Managements (mit Rückmeldungen, Fotos und Rapporten) in Sitzungen, Halbzeitauswertung (siehe unser Papier für diese Sitzung), Krisensitzungen und Einzel-Gesprächen für Druck zu sorgen, dass gewisse Notfall-Reparaturen ausgeführt wurden und Diskussionen zu weiteren dringlichen Strukturierungs-Notwendigkeiten geführt werden mussten.
So erreichten wir mit Druck und Überzeugung beim Management, dass Wasser-Leitungen, welche teilweise seit vielen Monaten und Jahren defekt waren, repariert und wieder in Betrieb gesetzt wurden, sich teilweise auch Männer vom Handwerker-Team mit unserer Arbeit auseinandersetzen mussten, etc. --> 1 2 3 4 5 6 7

Die öffentliche Küche für PatientInnen und Ihre Angehörigen zum Beispiel sah zu Beginn so aus --> 1 2 3 4
Zum Abschluss des Projektes durften wir sie mit teilweise reparierten Wasserleitungen --> so übergeben --> 1 2 3 4
Und die TeilnehmerInnen erhielten – nebst einem Zustupf zum Lohn, wenn sie an Präsenztagen teilnahmen und mitarbeiteten – zum Abschluss auch ihre Schulungs-Bestätigung --> 1 2

Eines allerdings war uns ziemlich schnell sonnenklar:

Die ganze horrible reale Situation bezüglich Ordnung, Sauberkeit, Reinigung, Materialpflege, Desinfektion und Hygiene im Spital ist ein Management-Problem und nicht ein Problem, welches primär vom Reinigungs-Team zu verantworten ist!

Es fehlen Regeln, deren verbindliche Einführung und Kontrolle sowie die Zuweisung von Zuständigkeit, Kompetenzen und Verantwortung.

Es fehlen natürlich interne Schulung / Bildung des Personals, und Personalentwicklung ist schlicht ein Fremdwort.

Und schlussendlich: Bildung, Schulung und Personalentwicklung würden etwas bringen, aber eben auch etwas kosten. Und im Vordergrund für die Verantwortungsträger steht offen-sichtlich nicht die Entwicklung des Spitals, sondern die Stärkung ihrer Macht, sowie das tägliche „aufladen“ ihres Geldbeutels…
Und es bringt meiner Ansicht nach nicht viel an Veränderung, wenn man diese (meist) Herren anschuldigt und persönlich anschwärzt. Klar und deutlich damit konfrontieren Ja. Doch persönliches „blamen“ bringt keine Änderung im aktuellen Kontext dieser Menschen.

Denn: Das was sich hier zeigt, diese „Kultur“, dieses Arbeits- und Leistungsverständnis passiert im Kontext eines Landes, welches von der politischen „Elite“ seit vielen Jahren (abgesehen von guter breiter Bildung, die natürlich auch fehlt…) tief kleptokratisch geprägt ist.

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C-3. Verlust des Containers mit Reinigungsmaterial, Werkzeugen sowie Spendengut für Schulen und Familien durch Diebstahl

Schon bei Ankunft des Containers (1) (2) Mitte Februar 2013 informierte mich unsere mit der Auslösung des Containers beim Zoll in Phnom Penh beauftragte Kotaktperson aus Kampong Speu, dass ihm die Zoll-Beamten mitteilten, dass „sie diesmal sehr viel Geld bräuchten, bis der Container ausgeliefert werde…“. Originalton der für die Auslösung des Containers auf dem Zoll-Amt in Phnom Penh zuständigen Kontaktperson des Vereins vom 09.02.2013: “Yesterday they detail for me, and we need to spend a lot!! We have to pay for the custom officer for under table payment to the Officers with Name Mr. Met, Mr. Art and also vice- director of Department of custom, Mr. Lay Rithy. And this is yust under table-money (bribes) to those crazy men...”

Die Zollbeamten liessen vorerst den Container mal in Phnom Penh hängen, verrechneten Lagergebühren und natürlich Schmiergeld. Originalton unserer Kontaktperson vom 14.02.2013: “Note: US$ 1416.5 for container is stock in port, but we will get invoice, and 1310$ for under table paying...” (Übersetzt: Sie forderten also mal US$ 1416.50 als „Lagerkosten“, und dafür gäbe es dann eine Quittung, und US$ 1310 Schmiergeld / Wegelagerergebühr ohne Quittung!)
Denn: Offensichtlich hatten die “Herren” schnell realisiert, dass der Container in Kambodscha bleiben würde (er war als Geschenk / Lagerraum für das Spital Banlung vorgesehen), und sie damit natürlich jede Zeit der Welt h ätten...

Wir wandten uns an das Spital-Management im Spital Banlung, an das Health-Ministerium und weitere zuständigen Ämter in der Provinz Ratanakiri, etc. Alle wussten – gemäss ihren Aussagen – vorerst nicht, was zu tun sei…, und wären dann im Gegenzug zu Schmiergeld-Zahlungen bereit gewesen, zu „helfen“…
Schlicht niemand der Angefragten von den verschiedenen Behörden in Ratanakiri sah es ohne Hinweis auf Geld-Zahlungen / Schmiergeld-Zahlung als seine Aufgabe / Funktion, in dieser Sache wirklich einzugreifen…

Wir gelangten daher – wie in den Jahren zuvor – mit einer Bitte um Hilfe an den damaligen Gouverneur der Provinz Kampong Speu. Er hatte sich jeweils in den Jahren zuvor – natürlich gegen Entschädigung (trotzdem das Spendengut jeweils schwergewichtig für Schulhausprojekte, Unterstützungen und Hilfe in „seiner“ Provinz gedacht war…) – als Empfänger des Containers angeboten, und überliess uns dann den Container-Inhalt zu unseren Handen zur Verteilung...

Und: Bis heute (24.01.2014) haben wir – trotz unzähligen Anfragen und Hilfe-Gesuchen
• an das kambodschanische Innenministerium in Phnom Penh
• an den Honorarkonsul von Kambodscha in der Schweiz
• an die Botschaften der Schweiz und der USA in Kambodscha
• an den damaligen und mittlerweilen „abgetretenen“ Gouverneur der Provinz Kampong Speu (der sich, wie unsere Kontakperson berichtete, ja immerhin für sein „Engagement“ zahlen liess)
• an verschiedene weitere Behördenstellen / staatliche Organisationen (z.B. „gegen Korruption“ / ACU) und NGO’s (CDP, Cambodia Defenders Project; COMFREL; Transparency International Cambodia; etc.)

nebst netten Sprüchen von Bedauern, etc. – weiterhin keine Informationen über den offensichtlich schlussendlich „aus dem Zoll entführten Container“ mit Reinigungsmaterial, Werkzeugen sowie Spendengut für Schulen und Familien..

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C-4. Was ist daraus zu lernen für eine Weiterführung des Projektes und zukünftige Projekte?

a. In Bezug auf Umgang mit Projektanfragen

Prinzipiell keine Projektgelder freigeben für irgendwelche noch so interessant tönende / erscheinende Projekte, Bauvorhaben, etc.

Sich kundig machen über die Situation im Arbeitsmarkt (Löhne, Regeln, etc.), Stellung und Position der Projekt-Anfrager sowie betreffend Abhängigkeiten, etc. in Kambodscha und in der das Projekt tragenden Institution und Region

Gut abklären, wer der / die AnfragerIn ist!
Es gibt leider inzwischen viel zu viele „professionelle“ AkquiriererInnen in Kambodscha, welche einfach Geld für etwas „gut tönendes“ beschaffen wollen / müssen… Doch das Geld landet in wohl mehr als 90% der „Projekt“-Spenden nicht dort, wofür es gedacht war und gegeben wurde… (siehe Presseberichte und Links unter: Korruption in Kambodscha / Seite 17ff)

Projekte nur in guter, enger Zusammenarbeit mit klaren Regeln / Absprachen und Transparenz finanzieren und durchführen.
Geld und weitere Ressourcen unter eigener Kontrolle
(Umsetzung) behalten, und nie einfach jemandem zur Projekt-Durchführung überlassen !

b. In Bezug auf Abmachungen / Vereinbarungen und konkrete Projektplanung

Klare Detail-Absprachen und -Abmachungen / schriftliche Verträge mit klaren Regeln im Voraus machen

Klare Bedingungen stellen und Zusammenhänge herstellen (in ein Spitalprojekt mit gewissen Kosten gehört z.B. auch das Health-Ministerium, etc. sowie allenfalls sogar der Provinz-Governor eingebunden. Das zwingt die einzelnen „Verantwortlichen“ zu Entscheiden und Transparenz, und stellt auch eine gewisse „Macht“ hinter das Projekt) und so „Pakete“ schnüren.
Beispiel: Wenn wir das Projekt machen, schliesst das z.B. auch den Container und seinen Inhalt ein. Es kann nicht angehen, dass verschiedene Behörden anstatt zusammenzuarbeiten, alle ihre eigenen „Regeln“, „Preise“ und Schmiergelder durchsetzen, wenn es um Projekte für die Gesamtgesellschaft geht… Wenn solche Transparenz und „Einbindungen“ vorhanden sind, ist es für den einzelnen Beamten dann schwieriger, die hohle Hand zu machen für seinen Einsatz, weil sein Amt / seine Stelle ja eingebunden ist und Partner des Projektes ist.

• Koordinierte Zusammenarbeit verlangen auch von kambodschanischen Behörden ! (Einbindung mit klaren Vorgaben auch von Government, Polizei, Zoll, etc.) Und sich nicht davor scheuen, allenfalls den Rücktritt von einem Projekt zu erwägen, anzudrohen, oder gar vom Mittragen eines Projektes zurückzutreten, wenn gemeinsam Zusammenarbeit nicht wie vereinbart läuft, und gesetzte Regeln und Vereinbarungen plötzlich nicht eingehalten werden.

c. In Bezug auf Zusammenarbeit mit kambodschanischem Management / Behörden

• Im Vorfeld klare Regeln, Schritte und Gefässe deklarieren, vereinbaren und transparent durchsetzen !

Mit Anstand und Respekt umgehend auch jene Dinge ansprechen, welche die Khmer in ihrer Kultur nicht ansprechen würden…
Z.B.: Telefonanrufe, welche absolut respektlos, mitten in der Sitzung angenommen und beantwortet werden / Sitzungs-Teilnehmer (z.B. des Spital-Managements) die sich mitten in der Sitzung auf ihrem Notebook Facebookföteli anschauen, anstatt sich in Gespräche und Sitzungen einzulassen und Verantwortung zu übernehmen, etc.

Nicht-Einhalten von Regeln / Abmachungen umgehend ansprechen und auch sanktionieren. Und sich auch nicht davor scheuen, allenfalls vom Mittragen eines Projektes zurückzutreten, wenn gemeinsam Zusammenarbeit nicht wie vereinbart läuft, und gesetzte Regeln und Vereinbarungen plötzlich nicht eingehalten werden.

Hier einige LINKS zu den Themenbereichen Umgang mit Projektanfragen, Abmachungen und Vereinbarungen und konkrete Projektplanung sowie Zusammenarbeit mit kambodschanischem Management und Behörden
--> Human Rights Watch (HRW) übt schwere Kritik an Regierung und westlichen Gebern
--> Geld kommt gar nicht bei den armen Menschen an…
--> "Von 52 Millionen US$, welche die WHO 2006 für Cambodia ausbezahlt hat, sind 50 Millionen in der Korruption verloren gegangen. Von den restlichen 2 Millionen wurden 80% für Gehälter ausgegeben!!!"

Korruption im kambodschanischen Gesundheitswesen durch Ärzte: "Es ist sonst in Cambodia üblich dass der Arzt dem Patienten Wasser spritzt und die verschriebene Medizin auf dem Schwarzmarkt verkauft..."

Korruption von Behörden und im Gesundheitswesen: " Korruption ist ein Thema, welches sich in Kambodscha durch alle Bereiche zieht und auf allen Ebenen stattfindet. Die Bezahlung eines Jahresgehaltes als „Eintrittspreis“ für einen Posten und andere Mechanismen der Korruption stellen uns immer wieder vor Herausforderungen."


d. In Bezug auf kambodschanische MitarbeiterInnen im Projekt (Übersetzung, etc.) und Zusammenarbeit im interkulturellen Projekt-Team

• Klare Verträge mit Konsequenzen bei Nicht-Einhaltung (z.B. Pünktlichkeit, verbindliche Termine; etc.)

• Nicht-Einhalten von Regeln / Abmachungen ansprechen und vorbesprochene / vereinbarte Sanktionen auch durchsetzen.

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D. Weiterführung des Angebotes „Spitalreinigung, Desinfektion und Hygiene“

Aktuell planen wir – nach wie vor – eine Weiterführung des begonnenen Projektes Spitalreinigung. Sowohl im Spital Banlung wie auch in anderen Spitälern.
Einerseits als Kriseninterventions-Angebot an Spitäler, und andererseits als eventuellen zukünftigen Lehr- oder Anlehrberuf (siehe auch Erläuterungen hier) nach dem Muster der Berufslehren und Anlehren in der Schweiz.
Aus diesem Grunde suchen wir klar die Zusammenarbeit mit Behörden (DEZA, NGO's, etc.), anderen Projekt-Organisationen aus der Schweiz und Europa sowie nach Sponsoren, und möchten in diesem Bereich etwas sinnvolles aufbauen / anbieten.

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E. Erläuterungen

1. Hygiene allgemein in Kambodscha, Spitalhygiene in Kambodscha, das Gesundheitssystem in Kambodscha sowie die Hygiene-Situation im Spital Banlung

a. Einige Facts (Quellenangaben siehe unten)

Ein Fünftel der Todesfälle bei Kindern in Kambodscha sind auf Durchfallerkrankungen zurückzuführen – meist verursacht durch verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene...

Zwei Drittel der Landbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, in einigen Regionen ist das Trinkwasser arsenverseucht.
Die meisten Familien wissen außerdem nicht, dass schlechte Hygiene für viele Krankheiten verantwortlich ist (1) --> Bilder: (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13)

Zusätzlich gibt es eine grässliche Bildungsmisere speziell für arme Menschen / Menschen in ländlichen Regionen (Siehe: 1 2 3) in Kambodscha.

Die Kinder der Landbevölkerung in den kleinen Dörfern Kambodschas sind stark gefährdet, da die Hygiene zu wünschen übrig lässt.
Eine Wasserversorgung gibt es nicht. Das Wasser kommt aus Brunnenanlagen und ist mit giftigen Stoffen belastet. Die Dorfschulen haben nicht einmal eine halbwegs vernünftige Toilette, die Schüler sind gezwungen, die unhygienischen Latrinen aufzusuchen.
Obwohl das südostasiatische Land zur Welthandelsorganisation (WTO) gehört und der industrielle Sektor wächst, lebt die Mehrheit der Kambodschaner/innen selbstversorgend und in Armut.

Die Gesundheitsversorgung ist vor allem in ländlichen Gegenden ungenügend.

Die hygienischen Umstände in Spitälern sind für europäische Massstäbe schlicht unvorstellbar.

Was bedeutet Armut? In Kambodscha zum Beispiel, wie wenige Menschen nur Zugang zu sanitären Anlagen haben: Wie die Phnom Penh Post berichtet, verfügten 2008 laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF nur 29% der Kambodschaner über Toiletten – der mit Abstand niedrigste Wert in ganz Südostasien. Zugang zu sanitären Anlagen haben in Thailand 96% der Bevölkerung, während es in Vietnam 75% und in Laos immerhin noch 53% sind. Auffällig bleibt auch das extreme Stadt-Land-Gefälle in Kambodscha: Während in urbanen Gegenden immerhin 67% der Menschen Toiletten benutzen können, sind es auf dem Land nur 18% – dort lebt mit mehr als 80% jedoch der Großteil der Kambodschaner.

Die Regierung in Kambodscha plaudert vom Prinzip eines kostenlosen Gesundheitsdienstes / Gesundheitsystems in Kambodscha, kümmert sich aber ganz real NICHT um die Finanzierung kostendeckender Löhne.
Real besteht daher in jedem Provinzspital ein „informelles System der Kostenbeteiligung der Patienten“, welches eigentlich schon lange Realität ist.
Die tiefen Löhne des Spitalpersonals - sie liegen heute oft immer noch unter dem realen Existenzminimum / weit unter den Lebenskosten - werden mit Zahlungen der Patienten "unter dem Tisch" aufgebessert. Wer bezahlen kann, wird behandelt. Wer nicht bezahlen kann, kann allenfalls hoffen, und wenn die Hoffnung nicht eintritt, sich zum sterben unter einen Baum in einem Spital oder Health-Centre legen…

Das größte Problem dieses Landes ist - neben der Armut - die Korruption (siehe auch weiter unten unter 2. Korruption in Kambodscha). Sie reicht von der Familie des autoritär regierenden Ministerpräsidenten Hun Sen bis hinunter zu den miserabel entlöhnten Beamten.
Alles kann man kaufen in dieser Kleptokratie: gute Noten an Schulen und Universitäten, Lizenzen für Bordelle, den Zugang zum Menschenhandel und den Edelhölzern, lukrative Bauaufträge und sogar Freisprüche in Strafverfahren.
Und diese Korruption ist ist denn auch der wichtigste Faktor in der aktuellen Hygiene-Situation.
Das Management des Spitals kauft seinen „Job“ – sagen wir mal für US$ 15'000 – und verdient dann pro Monat z.B. US$ 150.- pro Monat… Also leben diese „Manager“ die nächsten 15 Jahre gar nicht von ihrem „Management“-Lohn… Sie leben von ihrer Macht, die sie sich kauften… („Korruption ist ein Thema, welches sich in Kambodscha durch alle Bereiche zieht und auf allen Ebenen stattfindet. Die Bezahlung eines Jahresgehaltes als „Eintrittspreis“ für einen Posten und andere Mechanismen der Korruption stellen uns immer wieder vor Herausforderungen." )

Sie zügeln Spendengut ab, halten überall (natürlich bei Bedarf auch sehr verdeckt…) ihre Hände offen… Wer einen Arbeits-Auftrag will, Lieferant werden will, Unterstützung braucht, einen Job / Anstellung braucht, kommt an den Händen und Hosentaschen des „Managements“ nicht vorbei… Und da das Spital-Budget ebenfalls in ihren Händen ist, gibt dann halt – je nach ihrer aktuellen Situation und ihrem Finanzbedarf – für die Reinigungs-Equippe der Tuberkulose-Station die - zwar budgetierten Atemmasken, Reinigungsmittel, etc. - nicht…

--> Info und Presse-LINKS zum Gesundheitswesen in Kambodscha sowie der Hygiene-Situation in Kmbodscha


b. Zum CMSSO (Cambodian Medical Services Support Organization) sowie weiteren, ähnlichen Organisationen im Gesundheitswesen in Kambodscha
Hier einige Links zum CMSSO (Cambodian Medical Services Support Organization).
Für mich hat sie sich inzwischen als professionelle Geld-Akquirierungs-Organisation gezeigt.
Aber machen Sie sich selbst Ihr Bild: --> LINKS --> CMSSO 1 2 (MEDICAM) (Mitglieder MEDICAM)

2. Korruption in Kambodscha

Das größte Problem dieses Landes ist neben der Armut die Korruption.
Sie reicht von der Familie des autoritär regierenden Ministerpräsidenten Hun Sen und seinen Kollegen bis hinunter zu den miserabel entlohnten Beamten.
"Alles kann man kaufen in dieser Kleptokratie : gute Noten an Schulen und Universitäten, Universitätsabschlüsse, Titel, Lizenzen für Bordelle (trotz Prostitutionsverbot!), den Polizisten, weitere Beamte, den Zugang zum Menschenhandel und den Edelhölzern, lukrative Bauaufträge und sogar Freisprüche in Strafverfahren. Man muss nur an der richtigen Stelle schmieren" …

Ein Beispiel
Den Management-Job in einem Spital (genauso wie auch Stellen in verschiedenen Ämtern) kauft der / die Interessierte über persönliche oder familiäre Beziehungen (solche Beziehungen kann man allerdings auch kaufen, wenn man Geld hat…) sagen wir mal z.B. für US$ 15'000 bis US$ 20’000.
In seinem Management-Job verdient er dann pro Monat z.B. einen Lohn von US$ 150.- bis US$ 290 pro Monat …
" Korruption ist ein Thema, welches sich in Kambodscha durch alle Bereiche zieht und auf allen Ebenen stattfindet. Die Bezahlung eines Jahresgehaltes als „Eintrittspreis“ für einen Posten und andere Mechanismen der Korruption stellen uns immer wieder vor Herausforderungen." (Zitat MEDICUS MUNDI)

Also lebt dieser „Manager“ dann nach Adam Riese die nächsten 5 Jahre gar nicht von seinem „Management“-Lohn… Er lebt – und das ist in Kambodscha keine Ausnahme - von seiner Macht, die er sich mit dem Job kaufte…
Zum Beispiel durch „abzügeln“ von Spendengut und überall (natürlich auch bei künftigen Stellen-Besetzungen, Auftragsvergaben und Projekten, etc.) die Hände offen halten (natürlich mehr oder weniger verdeckt…)

Wer dann künftig einen Arbeits-Auftrag will, Lieferant werden will, Unterstützung braucht, einen Job / Anstellung braucht, kommt an den Händen und Hosentaschen dieses „Managers“ nicht vorbei…

Und da das Spital-Budget ebenfalls in denselben Händen ist, gibts dann halt – je nach aktueller Situation und Finanzbedarf des „Managements“ und des zuständigen Governments – für die Reinigungs-Equippe der Tuberkulose-Station die zwar brav budgetierten Atemmasken, Reinigungsmittel, etc. eben nicht, und das budgetierte Geld fliesst stattdessen in die Säcke der zuständigen Behörden sowie des Managements… Das ist das alltägliche System im heutigen Kambodscha (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10).

Angestellte mit weniger Macht –z.B. vom Pflegeteam – geben den PatientInnen dann auch mal eine Spritze / Medikamente nicht wie vorgesehen, und verkaufen diese nach Feierabend z.B. in der Apotheke in der Stadt…

Polizisten drohen mit „ungemach“, und schon fliesst der Rubel…, ohne „Bussen“-Quittung… Heute ist es sogar so weit, dass Polizisten nur noch am Minibus vorbeigehen und die Hand hinhalten müssen… (0) (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) ….

„Wer (in Kambodscha) gegen die Korruption mobil macht, kämpft gegen Armee und Polizei, gegen Regierung und Grundbesitzer.“ (Aus einem Interview mit einem Politiker aus Kambodscha )

“ Die Menschen in diesem Land reagieren nur auf die Macht des Geldes und der Waffen: Diejenigen, die Waffen haben, können Geld erpressen; und diejenigen, die Geld haben, können die Armee kaufen. Dabei würde nur die Herrschaft des Rechts die Begüterten und die Armen gleichermaßen schützen. Aber vom Rechtsstaat sind wir in Kambodscha weit entfernt.“ (Aus einem Interview mit einem Politiker aus Kambodscha )

“ Das Nationalbudget beträgt etwa 500 Millionen Dollar. Ich schätze, daß jedes Jahr mindestens 200 Millionen Dollar aus der Staatskasse in Privattaschen umgeleitet werden. Es gibt viele inoffizielle Etats, über die Armee, Regierungsparteien und mächtige Einzelpersonen verfügen.“ (Aus einem Interview mit einem Politiker aus Kambodscha )

„Die geschätzten 200 Millionen entsprechen der Summe, die dem Staat aus internationalen Quellen - auch aus Deutschland - zufließt; so fördern Hilfsgelder in armen Ländern oft die Korruption. Wenn wir die Korruption überwinden würden, hätten wir internationale Hilfe nicht mehr nötig.“ (Aus einem Interview mit einem Politiker aus Kambodscha )

--> Beispiele, Info und Presse-LINKS zum Thema Korruption

3. Situation im Bereich Schulung / Ausbildung in Kambodscha sowie speziell in der Provinz Ratanakiri

Das Berufsbildungs-„Modell“ in Kambodscha ist schlicht sehr eingleisig, traurig und Menschen-Unwürdig.
Nach abgeschlossenem 12. Grad der Schule gibt es nur „universitäre“ Studien.
Doch schon das Erreichen dieser 12. Klasse ist für viele schlicht unrealistisch. Nicht weil die Kinder dumm wären, sondern wegen der logischerweise auch an Schulen grassierenden Korruption.

EinE LehrerIn (ich habe in der Zwischenzeit viele LehrerInnen persönlich kennengelernt) verdient zum Beispiel in der Provinz Ratanakiri für ihre Tätigkeit zwischen ca. 45 und 90 US$ pro Monat. Er / Sie bräuchte als Existenzminimum aber mindestens US$ 120, und falls er / sie Familie hat, noch einiges mehr. Und natürlich / verständlicherweise möchte auch jedermann in Kambodscha etwas mehr verdienen..
Also bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als hie und da – um an einem anderen Ort etwas dazuzuverdienen – „blau“ zu machen.
Oder eben die Schüler dazuzubringen („ich sehe, Ihr habt nichts begriffen, aber natürlich helfe ich Euch gerne…“), bei ihm Nachhilfestunden (möglichst die ganze Klasse) gegen Entgelt zu nehmen. Er bietet z.B. nach einer oberflächlichen Mathematik-Stunde eine „Vertiefungs-Stunde“ an, und wer da nicht hingeht, der wird Mathematik auch nicht begreifen…, denn nur dort wird wirklich erläutert.
Oder eben nach Prüfungen seine Kasse hinzustellen, und die Prüfungen jener Schüler, welche zahlen, werden korrigiert. Die Anderen wandern in den Abfall, und so sind Kinder armer Eltern halt oft noch mit 11 oder 12 Jahren in der 2. oder 3. Klasse…, und haben keine Chance auf einen Abschluss.
--> Bilder einer ärmlichen Familie in Borkheo, Ratanakiri
--> Bilder einer ärmlichen Familie in O Chum

Und nach der „obligatorischen“ Schulzeit…?
In Kambodscha gibt’s keine anerkannten Berufslehren, keine anerkannten Anlehr-Möglichkeiten.
Und für Schulabschluss und Studienplatz gilt: Wer allenfalls Geld hat
(oder Eltern, "Gönner", etc., die Geld haben), hat allenfalls eine Chance. Wer keine Geld hat, hat schlicht keine Chance.

Das kambodschanische Schulsystem umfasste bis in die 1990er Jahre bis zu dem die Hochschulzugangsquali-fikation vermittelnden Sekundarschulabschluss nach russischem Vorbild zuerst 10, dann nominell 11 und schließlich seit Mitte der 1990er Jahre 12 Schuljahre:
• 6 Jahre Primarschulunterricht
• 3 Jahre Unterstufe der Sekundarschule und 3 Jahre Oberstufe der Sekundarschule
• Und dann in der Regel 4 Jahre Hochschule

Die unteren Ebenen des Bildungssystems sind stark dezentralisiert, hinzu kommt ein Mangel an qualifizierten Lehrern und an Schulmaterialien.

Die kostenlose Schulbildung existiert in Kambodscha leider nur auf dem Papier…
Da das Lehrergehalt so schlecht ist, fordern Lehrer ihre Schüler zu Zahlung eines Geldbetrages auf, wenn diese ihren Test bewertet haben möchten, bieten Nachhilfe gegen Bezahlung an (wer da nicht mitmacht oder zumindest nicht mitzahlt, wied schlicht nicht nachkommen und am Ende des Schuljahres sitzen bleiben..

Lehrer in Phnom Penh verdienen umgerechnet ca. €40 - 60 monatlich, was in Kambodscha schlicht nicht zum Leben reicht. Daher sind sie auf Bestechungsgelder ihrer Schüler angewiesen, verkaufen Snacks und Waren für das tägliche Leben in ihren Klassen, und haben oft noch ein weiteres Standbein irgendwo.
Für die Zahlungen werden Schüler bevorzugt behandelt und bekommen Zusatzstunden am Nachmittag, die für einen Schulabschluss allerdings zwingend notwendig sind.
Da sich dies kaum eine Familie leisten kann, schaffen nur wenige den Abschluss.
Kommt dazu, dass viele Kinder, vor allem in ländlichen Regionen, die Schule nicht besuchen können, weil sie auf den Feldern, etc. arbeiten müssen, um die Familie zu unterstützen.
Gerade Mädchen werden, da oft nur ein Kind aus der Familie in die Schule gehen darf, bei ihren Bildungsambi-tionen benachteiligt.

Die Schulpflicht beginnt mit dem sechsten und endet mit dem vierzehnten Lebensjahr in der 9. Klasse.
2010 gingen 96% aller Kinder zwischen sechs und elf Jahren zur Grundschule, 2011 waren es 98%.
2011 gingen etwa 48% Mädchen in die Grundschule.
Die Drop-Out-Quote in der Grundschule lag im Jahre 2010 bei 39%, für 2011 werden 46% angegeben.
Die Sekundarschule wird von 47% Mädchen und 53% Jungen besucht.
Die generelle AnalphabetInnenrate liegt derzeit bei circa 26 % - 35%. In ländlichen Gebieten (wie eben z.B. in der Provinz Ratanakiri) ist der Anteil jedoch weitaus höher!!

Kambodscha hat ungefähr 10 Universitäten und zusätzlich 30 private Universitäten, darunter viele internationale, also englischsprachige Einrichtungen. Diese sind kostenpflichtig. Sie haben Bachelor-, Master- und Doktorstudiengänge für vier bis sechs Jahre, jedoch sind die Qualifikationsstandards nicht mit dem europäischen zu vergleichen. Die Absolventen sind demnach selbst mit Hochschulabschluss für den internationalen Arbeitsmarkt eher unterqualifiziert, aber selbst in Kambodscha fällt es ihnen schwer, einen anderen Job als im Restaurant zu ergattern. 2011 besuchten 14,5% der Altersgruppe eine dieser tertiäre Einrichtungen; darunter waren nur 38% Frauen.

Quellen:
http://www.rastlos.com/kambodscha/studieren/
www.grenzenlos-online.at/public/Sp_KAMBODSCHA-Bildung.pdf?
http://www.shortnews.de/id/748383/kambodscha-fuergute-bildung-ist-bestechung-der-lehrer-notwendig
http://www.bookbridge.org/2012/03/daskambodschanische-bildungssystem/?lang=de
http://www.auswaertigesamt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/Kambodscha/Kultur-UndBildungspolitik_node.html
http://liportal.giz.de/kambodscha/gesellschaft/
http://www.rastlos.com/kambodscha/studieren/
http://anabin.kmk.org/bildungswesen.html?tab=first&land=157
http://www.twowings.com/de/19/
http://hdrstats.undp.org/en/countries/profiles/KHM.html
http://knoema.com/atlas/Cambodia/#Education
http://hilfefuerkambodscha.org/de/2013/10/rundbrief-12-2/

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Beilagen / Links

Foto und Video-Links zum Pilotprojekt und seinem Verlauf

Bilder vom Spitalbesuch vor Beginn des Pilotprojektes

Zum Thema Pilotprojekt Spitalreinigung: Bilder vom Spitalbesuch vor Beginn des Pilotprojektes --> on Facebook

Der Raum für kleine Notfalloperationen (So treffen wir ihn 10 Tage nach gemachter Grundreinigung an...) --> on Facebook --> on Facebook

Schulung und Spitalreinigung / Teil 1

Schulung und Spitalreinigung / Teil 2

Hospital Cleaning - Hard Work this week at the Bath- / ToiletRoom --> on Facebook

Schulung und Spitalreinigung / Teil 3 / Die Station für ansteckende Krankheiten

The Closing-Day

Schulung und Spitalreinigung / The Closing-Day


Info und Presse-LINKS
zum Gesundheitswesen in Kambodscha sowie der Hygiene-Situation in Kambodscha:
http://xylit.wordpress.com/2010/06/23/kambodscha-cholera-epidemie/
http://cambodia-news.net/2011/05/21/kambodscha-hinkt-seinen-nachbarn-hinterher/
http://www.kambodscha-info.net/allgemein/kinder-leiden-unter-mangelnder-hygiene/
http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article395964/Kambodschas-Volk-im-Wuergegriff-einer-Kleptokratie.html
Kambodscha: Die Bevölkerung trägt die Gesundheitskosten „schwarz“ mit
Ärzte ohne Grenzen in Kambodscha

Von 52 Millionen US$, welche die WHO 2006 für Cambodia ausbezahlt hat, sind 50 Millionen in der Korruption verloren gegangen. Von den restlichen 2 Millionen wurden 80% für Gehälter ausgegeben!


Info und Presse-LINKS zum Thema Korruption

Widespread Corruption Now ‘Systemic’: Transparency International
Korruption macht Schule in Kambodscha
Korruption in Kambodscha: Schüler müssen Lehrer bestechen
Overview of corruption in Cambodia
Corruption and Aid
Spielregeln der Macht in Kambodscha
KAMBODSCHA - Hilfe fördert Korruption
Cambodia - corruption everywhere , and nobody cares seriously about ...
Kampong Speu village accuses official of corruption
Kampong Speu Prosecutor Suspended [Corruption is the norm under Hun Sen's regime]
Head of Telecom Cambodia accused of corruption.
Menschenauflauf zur Massenbestechung
Wichtige Indizes belegen Kambodschas Reformbedarf
Kambodscha ein Paradies für Geldwäscher und Terrorismus-Finanziers
Kambodschas neue Spirale der Gewalt
Kambodschas NOK botet seinen Vorzeigeathleten aus
Die Schüsse von Bavet und der Preis eines Menschenlebens
Zwischenruf: Hedonisten in Feierlaune
Gesundheitswesen in Kambodscha
Im Sumpf der Korruption: Näherinnen in Kambodscha
Strom in Sihanoukville, Korruption und vieles mehr
Soziale Lage in Kambodscha
Kambodscha im weltweiten Korruptions-Index
"Die Regierung verkauft unseren Wald" - Umweltzerstörung in Kambodscha
Corruption in Cambodia
Cambodia Is Ingrained With Corruption, Political Patronage
Cambodia Corruption
CAMBODIA: Children miss out on school because of corruption
Government Corruption in Cambodia
Fragile Gesundheitslage in Kambodscha
Kampong Speu High School Takes Money for Registration
Weltbank arbeitet ihr kolossales Versagen auf
Hun Sen legt Einkommen offen und stellt Bemühungen gegen Korruption bloß
Human Rights Watch (HRW) übt schwere Kritik an Regierung und westlichen Gebern
Niebel rüffelt Entwicklungshilfe der EU
Mechanisms to address corruption in Cambodia

Gute Beziehungen haben ihren Preis ! Gaunernde Fluggesellschaften, korrupte Hoteliers und Menschen die nicht wissen, woher sie das Geld für den Reis nehmen sollen. Alltag in Kambodscha. Ein Land im Würgegriff der Korruption.

Kambodscha - Korruption überall, und niemand kümmert sich ernsthaft darum... Und zu leiden darunter hat die arme Bevölkerung...

Kambodscha - Wirtschaftsordnung, Makroökonomische Situation, Armut, Korruption, Globale und regionale Integration, Entwicklung

Kambodscha - Korruption in Staat und Gesellschaft
Khmer, Kult(ur), Könige, Korruption: Kambodscha
Kambodscha – Für eine Handvoll Dollar (Schmiergeld)

Der Beamtenapparat gilt als einer der korruptesten in ganz Asien, doch trotz wiederholter Forderungen westlicher Geldgeber bringt die Regierung kein Anti-Korruptionsgesetz zustande. Gefahren wittert die Regierung dafür in Karaoke-Bars...

Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex 2011 von Transparency International rangiert Kambodscha jedoch weiterhin sehr sehr weit hinten (Platz 164 unter 183 Staaten).

220 Mio USD fließen pro Jahr in das Gesundheitssystem Kambodschas. Aber 90% davon verschwinden. Es wäre also genug Geld da.

"A corrupt "elite" that surrounds the Prime Minister, exploits the country's forests and lumbers. Instead of the woods then Rubber plantations areplanted ..." / "Eine korrupte „Elite“, die den Premierminister umgibt, beutet die Wälder des Landes aus und holzt ab. An Stelle der Wälder werden dann Rubber-Plantagen gepflanzt…"
- Cambodia: ILLEGAL LOGGING BY CAMBODIA's ELITE (1of4)
- Cambodia: ILLEGAL LOGGING BY CAMBODIA's ELITE (2of4)
- ILLEGAL LOGGING BY CAMBODIA's ELITE (3of4)
- Cambodia: ILLEGAL LOGGING BY CAMBODIA's ELITE (4of4)
- The Green Deal in Cambodia - I
- The Green Deal in Cambodia - II
- The Green Deal in Cambodia (Part 2)
- The Green Deal in Cambodia (Part 3)
- From Homes to Prison Cells: A Story of Land Grabbing in Cambodia

"Von 52 Millionen US$, welche die WHO 2006 für Cambodia ausbezahlt hat, sind 50 Millionen in der Korruption verloren gegangen. Von den restlichen 2 Millionen wurden 80% für Gehälter ausgegeben!!!"

Korruption im kambodschanischen Gesundheitswesen durch Ärzte
" Es ist sonst in Cambodia üblich dass der Arzt dem Patienten Wasser spritzt und die verschriebene Medizin auf dem Schwarzmarkt verkauft..."

Korruption von Behörden und im Gesundheitswesen
" Korruption ist ein Thema, welches sich in Kambodscha durch alle Bereiche zieht und auf allen Ebenen stattfindet. Die Bezahlung eines Jahresgehaltes als „Eintrittspreis“ für einen Posten und andere Mechanismen der Korruption stellen uns immer wieder vor Herausforderungen."

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Endnoten zur Erläuterung


1.
Die eine international tätige Firma schrieb mir anfangs November plötzlich: „Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir bewundern Ihr Engagement in Kambodscha und gratulieren Ihnen zu den erzielten Erfolgen. Leider können wir Ihr Projekt in diesem Jahr nicht mehr unterstützen.
Wir bedauern, Ihnen keinen besseren Bescheid geben zu können und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude in Ihrer Projektarbeit“.
Und auf meine erstaunte Rückfrage, ob es dafür einen Grund gebe und wir denn vielleicht irgend etwas falsch gemacht hätten: „Nein, Sie haben nichts falsch gemacht. Leider ist Herr A. krank. Ich habe Ihre Anfrage auch noch mit meinem Vorgesetzten angeschaut und wir können Sie leider in diesem Jahr nicht unterstützen. Aber Sie können uns bei Bedarf gerne wieder anfragen. Vielleicht ändert sich die Situation auch wieder…“


2.
Und der Sales-Manager einer anderen international tätigen Firma (ich kenne ihn seit einigen Jahren) teilte mir anfangs November 12 telefonisch mit, „dass es der Firma eigentlich nicht schlecht geht, von der Zentrale in Paris aber kurzfristig verfügt worden ist, dass wir uns momentan im Jahr 2012 finanziell an keinen Projekten mehr beteiligen dürfen…“
Das hatte natürlich kurzfristig brutale Konsequenzen für unser Projekt-Budget!


3.
Mehr zu dieser Organisation CMSSO siehe unter: E. Erläuterungen / 1. Hygiene allgemein in Kambodscha, Spitalhygiene in Kambodscha sowie Hygiene-Situation im Spital Banlung / b. Zum CMSSO (Cambodian Medical Services Support Organization) auf Seite 15


4. Kleptokratie:
Als Kleptokratie (Neubildung aus griechisch kléptein ,stehlen‘ und krateïn ,herrschen‘: „Herrschaft der Plünderer”, „Diebesherrschaft“) wird im engeren Sinn eine Herrschaftsform bezeichnet, bei der die Herrschenden willkürliche Verfügungsgewalt über Besitz und Einkünfte der Beherrschten haben und entweder sich oder ihre Klientel auf Kosten der Beherrschten bereichern. Geprägt wurde der Begriff von Patrick Meney, mit dem er die Zustände in der Sowjetunion am Ende der kommunistischen Ära und in Russland zu Beginn der Jelzin-Ära beschreibt.[1] Kleptokratien sind zumeist auch Diktaturen, häufig in Verbindung mit Nepotismus.
Weitere Links zum Thema Kleptokratie:
• Kambodschas Volk im Würgegriff einer Kleptokratie
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TAKEme® ist - wie die Vorgänger AMINAS oder ABON VITAL - ein pflanzlicher Serotoninspender, der heute von Dr. Ruediger Dahlke persönlich empfohlen und auch abgegeben wird.

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  ABON Vital® Vitalkost trägt dazu bei, dass sich beim Verzehr schon nach einigen Tagen das Wohlbefinden für Körper und Geist verbessert. Wichtig dafür aber ist der Verzehr morgens auf leeren Magen (einen Esslöffel voll ABON Vital® Vitalkost in einem Glas Wasser oder Saft auflösen und trinken). So kann dem Körper die Aminosäure L-Tryptophan zugeführt werden. Die stimmungsaufhellende Wirkung von L-Tryptophan beruht dabei vermutlich auf der Tatsache, dass es im menschlichen Körper zu Serotonin umgewandelt wird. -->>mehr

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