KAMBODSCHA - Wissenswertes und FACTS


[ Offizieller Name: Preah Reach Ana Chak Kampuchea (Kingdom of Cambodia)]

einige Kennzahlen:

Armut (1) (2) (3)
Exportgüter (wichtigste)

Flora und Fauna
(siehe: http://www.kambodscha-info.de/fakten.html)

Sitten und Bräuche (siehe: http://www.kambodscha-info.de/fakten.html)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kennzahlen

Kambodscha
Deutschland
Schweiz
Österreich
Fläche

181'040 km²
(davon 64% Wald, 17% Ackerland, 3% Wiesen und Weiden)

357'021 km²
41'290 km²
83'870 km²
Einwohner
14'450'000
82'330'000
7'605'000
8'210'000
Bevölkerungsdichte / Einwohner pro km2
79,82
230,8
182,22
97,69
höchster Punkt
Phnom Aural
1'810 m
Zugspitze
2'963 m
Dufourspitze
4'634 m
Grossglockner
3'798 m
Gelände
meist flach, Berge im Südwesten und Norden
Küstenkilometer
443 km
2.389 km
0 km
0 km
Ausdehnung
W–O 550 km / N–S 450 km
Altersstruktur

0-14 Jahre: 45% (männlich 2 667 768, weiblich 2 587 590)
15-64 Jahre: 52% (männlich 2 821 772, weiblich 3 197 604)
65 Jahre und älter: 3% (männlich 143 016, weiblich 208 770)

       
Lebenserwartung
62,10 Jahre
79,26 Jahre
80,85 Jahre
79,50 Jahre
Todesrate
16,2 Todesfälle pro 1000 Einwohner      
Bevölkerungswachstum
2,49%
-0,053%
0,276%
0,052%
Geburtenrate
41,05 Geburten pro 1000 Einwohner
     
Kinder pro Frau
2,91
1,38
1,45
1,36
Kindersterblichkeit
54,79 pro 1000 Lebendgeburten
3,99 pro 1000 Lebendgeburten
4,18 pro 1000 Lebendgeburten
4,42 pro 1000 Lebendgeburten
Bruttoinlandprodukt pro Kopf (2009)
782$ = 580€
29.400€
46.500€
32.900€
Staatsrelegion
Buddhismus
Religionszugehörigkeit
Buddhisten 95%; Muslime 2%; andere 3%

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Geschichte
...
...eines Landes, dessen Einwohner einst reich und mächtig waren. Doch das war so um das 12. Und 13. Jh., als die Khmer den größten Teil Indochinas beherrschten, und in Angkor Wat und Angkor Thom prachtvolle Tempelstädte errichteten.
Lange konnten sie sich ihrer Macht und ihres Wohlstandes jedoch nicht erfreuen.
Erst kamen die begierigen Nachbarn, die sich nahmen, was sie kriegen konnten (im Osten eroberten Vietnamesen das fruchtbare Mekongdelta mit Prey Nokor, dem seitherigen Saigon. Im Westen gingen grosse Gebiete (Battambang, Siem Reap) an Thailand verloren. Die Khmer-Könige gaben Angkor auf, Phnom Penh wurde neue Hauptstadt. Kambodscha war ein Vasall Siams geworden, und in seiner Bedrängnis bat König Ang Duong 1853 Napoleon III. um Schutz. Es kamen als Kolonialherren die Franzosen, später (von 1940- 1945) japanische Besatzer, am Ende wieder die Franzosen.
Als die Franzosen 1954, nach verlorenem Indochinakrieg, gehen mußten, hinterließen sie ein unabhängiges, aber fragiles Land unter Führung des schillernden Prinzen Norodom Sihanouk.

Norodom Sihanouk gelang es anfangs, sein Land mit teils geschickten, teil gewagten Manövern aus dem bald aufflammenden Vietnamkrieg herauszuhalten. Doch dann erwischte es ihn und Kambodscha um so heftiger:
1970 wird Sihanouk von dem USA-hörigen Generalleutnant Lon Nol mit Hilfe der CIA gestürzt;
1973 werfen die USA im Kampf gegen den Vietcong und deren auch durch Kambodscha verlaufenden Ho- Tschi- Minh- Pfad mehr Bomben über dem Land ab, als im Zweiten Weltkrieg über Japan (!!)
1975, nach der Niederlage der USA und ihrer Verbündeten, errichteten die "Roten Khmer" unter Pol Pot ihre Terrorherrschaft. Mindestens 2 Mio. Menschen wurden getötet, zuweilen regelrecht massakriert. Umgebracht wird jeder, der sich irgendwie verdächtigt macht: Zum Beispiel weil er lesen und schreiben kann, chinesische Eltern hat, eine Brille trägt oder weil sein Gesicht nicht gefällt...

1979 wurden die Roten Khmer von den Vietnamesen in den Untergrund gedrängt. Doch sie kämpften und mordeten weiter, und das Land versank im Bürgerkrieg.

"Hunderttausende kamen auf dem Land zusätzlich durch Malaria und andere Krankheiten ums Leben.
Die Welt wusste das - und tat nichts. Bis 1989, während Vietnam Kambodscha besetzt hatte, vertrat das Schreckensregime PolPot's Kambodscha bei der Uno in New York und erfreute sich politischer Gunst und diplomatischer Privilegien."

Erst 1991 wird ein Friedensplan unterzeichnet. Sihanouk, zurück aus chinesischem Exil, wird wieder König, und die nächste Runde blutiger Machtkämpfe beginnt. Diesmal zwischen den beiden von der Verfassung vorgesehenen Ministerpräsidenten.
Und die Roten Khmer? Im April 1998 stirbt Pol Pot und wird auf freiem Felde eingeäschert. Viele seiner engsten Helfer aber landen in hohen Verwaltungspositionen.

"Bei den Wahlen, welche die Uno organisierte, siegte 1993 FUNCINPEC, die Partei von Sihanouks Sohn, Prinz Ranariddh, dicht gefolgt von Hun Sen mit seiner linken CPP; Opposition wurde die Partei eines früheren Finanzministers, Sam Rainsy. Die Vereinten Nationen drängten des inneren Friedens und der Stabilisierung wegen auf eine Co-Ministerpräsidentschaft, die der zweite Ministerpräsident, Hun Sen, durch Putsch 1997 auflöste, um allein zu regieren.
Prinz Ranariddh floh, kam aber auf Drängen seines Vaters König Sihanouk zurück.
Bei den Wahlen 1998 und im Juli 2003 siegte die CPP, und Sam Rainsy wurde zweiter Sieger.
Er hat die vernünftigsten Reformvorschläge, aber ein beiderseits bedingtes, feindseliges Verhältnis zu Hun Sen.
HUN SEN ist in der eigenen Partei nicht unumstritten und hat bisher noch nicht erwiesen, dass er das Volk versöhnen, die Politik demokratisch stabilisieren und die Wirtschaft beleben kann. Sihanouk hätte das Talent, ist aber 81 Jahre alt, krank und amtsmüde. Seinem Sohn, Prinz Ranariddh, dessen Hochzeit der Autor 1965 mitgefeiert hatte, fehlt das Geschick des Vaters."

"Spätestens seit dem Uno-Einsatz - dem ersten und letzten dieser Art als Übergangsverwaltung - schlägt das Gewissen der Geberwelt. Beim sechsten Treffen der Konsultativgruppe vor einem Jahr erhielt Kambodscha erneut hohe Zusagen, 635 Millionen US-Dollar für ein Jahr, 20 Millionen mehr als beantragt worden waren. Das ist ein Versuch später Wiedergutmachung, käme sie nur dem Volk zugute. Die Geber kritisierten die anhaltend grosse Korruption, die Verschleppung einer Rechtsreform. Von den Politikern oft benutzte Begriffe wie Gesetzmässigkeit, Rechtssicherheit oder Menschenrechte seien unverstanden und blosse Worthülsen."

"Kambodscha ist ein armes Land. Naturschätze wie Holz und Edelsteine haben die "Roten Khmer" zu ihrer Finanzierung geplündert.
Etwa 40 Prozent des Haushalts werden von auswärtiger Hilfe finanziert. Die Direktinvestitionen in 51 Projekte beliefen sich 2001 auf 232 Millionen US-Dollar, 2002 für 43 Projekte auf 243 Millionen US-Dollar und kamen zur Hälfte vom Ausland (Südkorea, China, Vietnam, Taiwan). Es gibt keine nennenswerte Industrie. Etwa 300 Hersteller von Schuhen und Textilien verschiffen im Jahr 35'000 Container, so viele wie Singapur in einer Woche. Bei Gesamtexporten von 1,4 Milliarden US-Dollar überwiegen die Importe mit 1,9 Milliarden US-Dollar. Vieles, was für die städtische Versorgung importiert wird - Frischfleisch, Gemüse, Joghurt - könnte im Lande unter gleichen Bedingungen wie im Bezugsland Thailand erzeugt werden; stattdessen wurde eine Joghurtfabrik geschlossen, weil der Import preiswerter ist."

"80 Prozent der 12,7 Millionen Kambodschaner (50 Prozent sind jünger als 25 Jahre) leben auf dem Land und weitgehend von Subsistenzwirtschaft. Sie haben keinen Marktzugang. Weniger als 30 Prozent haben sauberes Trinkwasser. Mangelnde Hygiene, Malaria, die weltweit höchste Tuberkuloserate und endemische Unterernährung erklären den Tod von 127 von 1'000 Kindern, ehe sie fünf Jahre alt werden. Das Monatsgehalt eines Landarztes beträgt 15 US-Dollar!
Etwa 800'000 Touristen kamen 2002 nach Kambodscha. Als durch den Putsch von Hun Sen 1997 in Phnom Penh Unruhen ausbrachen, blieben die Touristen fern. Da witterten pfiffige Thais ein Geschäft. Sie initiierten einen direkten Flugverkehr von Bangkok nach Siem Rap/Angkor und liessen Phnom Penh und andere Ziele links liegen. So fliessen heute von 100 US-Dollar, die der Angkor-Tourismus einbringt, 95 in thailändische und nur fünf Dollar in kambodschanische Taschen..."

(Quellen: "Aus dem Wochenbericht der Bank Julius Bär - 2003" / Prasat.de)

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Gesundheit / Krankheit
Nur 13% der Kambodschaner haben Zugang zu sauberen Trinkwasser. Viele leiden unter Hautkrankheiten und bakteriellen Infektionen. Zigtausende vegetieren als Krüppel dahin, verwundet durch Minen, die jeden Schritt zu einem tödlichen Abenteuer machen. Die Lebenserwartung liegt bei 52 (Männer) bzw. 55 Jahren (Frauen). Von 1000 Säuglingen sterben 105 bei oder gleich nach der Geburt...

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Wirtschaftliche Krise
Jüngsten Prognosen der Weltbank zufolge trifft die Wirtschaftskrise die Entwicklungsländer besonders schwer. Ein Beispiel ist Kambodscha. Seit dem Ende des Bürgerkriegs vor gut zehn Jahren konnte das südostasiatische Königreich ein rasantes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Obwohl die Wohlstandsschere weit auseinanderklafft, sank durch das Wirtschaftswachstum auch die Armut.

Mit dieser Entwicklung ist bis auf weiteres Schluss. Neuesten Zahlen der Weltbank zufolge wird Kambodschas Wirtschaft in diesem Jahr zum ersten Mal in der Nachkriegszeit schrumpfen. Kambodschas Wirtschaft ruht auf nur vier Säulen und drei davon sind direkt von der weltweiten Wirtschaftskrise betroffen: die Textilindustrie, der Tourismus und die damit eng verbundene Baubranche. Lediglich die Landwirtschaft ist von der Krise noch weitgehend unberührt.



Land und Leute
Die Bewohner Kambodschas sind zu 90 Prozent Khmer.
Das Volk der Khmer kann auf eine reiche Geschichte und ein großes Reich zurückblicken und rühmt sich, die Erbauer der Tempel Angkors zu sein.
Zur Zeit der Angkor-Hochkultur um 1200 n. Chr. lebten in der Stadt Angkor Wat eine Million Menschen.
Paris war da eine Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern.

Neben den Khmer leben in Kambodscha Chinesen, Vietnamesen und Angehörige verschiedener ethnischer Minderheiten wie z.B. Brau, Jarai, Stieng, Kravet und Tampuan. Sie sprechen eigene Sprachen, beherrschen aber in der Regel Khmer als Zweitsprache.

Kambodscha, das bedeutet auch und vor allem Reis. Die Landschaft ist geprägt von sattgrünen Feldern, der Tagesablauf von der Arbeit auf ihnen und der Speiseplan von dreimal täglich Reis. Das Khmer-Verb für essen heißt „essen Reis“ (njam bay). Exportieren kann Kambodscha den Reis leider nicht, obwohl er reichhaltig und in guter Qualität wächst. Es heißt, er würde sich durch Korruption auf dem Weg vom Feld zum Hafen so sehr verteuern, dass er mit dem Reis aus China und Indien nicht mehr mithalten kann.

Die Kambodschaner sind zu 95% Buddhisten. Die Religion spielt im Alltag eine sichtbare Rolle, und die typischen Pagoden prägen das Landschaftsbild. Zahlreiche, meist kleinere christliche Kirchen versuchen (mit bescheidenem) Erfolg, die Kambodschaner zu missionieren. Dem Ruf des Christentums und der anständigen christlich motivierten Entwicklungshilfeorganisationen tun sie damit keinen Gefallen.

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Provinzen
(Provinzen in Kambodscha - Übersicht) (Übersicht Städte und Provinzen Kambodscha)

Quelle: http://www.citypopulation.de/Cambodia_d.html#Land

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Sprache und Schrift
heißen ebenfalls Khmer. Das Khmer ist eine der ältesten Schriftsprachen Südostasiens. Es ist europäischen Sprachen in Grammatik und Aussprache sehr unähnlich. Grundlegende Sprachkenntnisse kann man sich relativ einfach aneignen. Wer auf höherem Niveau sprechen, verstehen oder gar schreiben will, muss fleißig sein. Zu empfehlen ist für den Einstieg der Sprachführer (plus Kassette) der Reihe Globetrotter/Kauderwelsch, ISBN 3-89416-881-1.

Kambodscha ist eine konstitutionelle Monarchie und ist in 24 Provinzen mit 1621 Gemeinden gegliedert. König Norodom Sihamoni ist der Sohn des langjährigen Königs Norodom Sihanouk, der die Geschicke Kambodschas seit seiner ersten Thronbesteigung 1941 fast 65 Jahre lang geprägt hat. Der Premierminister heißt Hun Sen und gehört der Cambodian People’s Party (CPP) an, die im Land sehr viel Macht hat. Im Parlament sind noch die Parteien FUNCINPEC und SAM RAINSY vertreten. Hun Sen und seine Regierung stehen nicht in dem Ruf, besonders demokratisch zu sein. Hun Sen regiert seit 1993 mit eiserner Hand und wird oft in Verbindung gebracht mit Menschenrechtsverletzungen, Rechtlosigkeit, Korruption und diktatorischen Allüren. Seit 1998 ist Kambodscha jedoch relativ friedlich. Das ist nach 30 Jahren Krieg bei aller schreienden Armut, Korruption und Rechtlosigkeit eine große Errungenschaft.

Nach der Unabhängigkeit von Frankreich 1953 ging es Kambodscha recht gut. Das änderte sich, als 1975 nach fünf Jahren Bürgerkrieg die Roten Khmer (international: Khmer Rouge) unter Führung von Pol Pot an die Macht kamen. Sie wollten Kambodscha mit brutaler Gewalt in ein agrarkommunistisches Land verwandeln. Nach vier Jahren besetzte Vietnam im Januar 1979 das Land und machte dem Terror ein Ende. Den Roten Khmer fielen 1,7 Millionen Menschen zum Opfer. Das Land war mit Gräbern überzogen, die Überlebenden geflohen, verwundet und traumatisiert. Binnen vier Jahren hatten die Roten Khmer die Fundamente der kambodschanischen Gesellschaft zerstört: Sie hatten alle gebildeten Menschen ermordet, die Religion abgeschafft, die Familie als soziale Einheit aufgelöst, das Geld verboten, die Städte geräumt und die Menschen zu härtester Feldarbeit gezwungen.

Nach dem Ende der vietnamesischen Besatzung 1989 trat Kambodscha in eine Übergangsphase ein, in der die UNO mit ihrer UNTAC-Mission das Land regierte. Seit 1993 ist Kambodscha wieder konstitutionelle Monarchie. Die Roten Khmer wurden 1979 gestürzt, destabilisierten das Land aber bis 1998 als Guerillakämpfer weiter. Nach ihrer Kapitulation wurden die letzten Kämpfer in die Regierungsarmee eingegliedert. Viele Führer und Mitläufer der Roten Khmer leben heute unbehelligt inmitten ihrer Opfer. Nur zwei ehemalige Funktionäre sitzen im Gefängnis und warten auf den Beginn eines Prozesses gegen sie. Pol Pot ist 1998 gestorben und kann nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden.

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Städte
(Aufstellung städtischer Gebiete) (Übersicht Städte und Provinzen Kambodscha)

Quelle: http://www.citypopulation.de/Cambodia_d.html#Stadt_alpha

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Trinkwasser
Nur ca. 15% der Kambodschaner haben Zugang zu sauberem Trinkwasser.

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Wirtschaft
Haupterwerbsquelle ist die Landwirtschaft, insbesondere der Reisanbau. Der Anbau anderer Feldfrüchte (u.a. Kaffee) und die Viehzucht spielen Nebenrollen. Der Süßwasserfischfang ist wichtig für die Ernährung des Landes. Die Kautschukgewinnung ist weit vom Vorkriegsniveau entfernt. Unter den Ressourcen sind vor allem Edelsteine im Nordwesten, mäßig große Offshore-Ölvorkommen und Tropenholz zu nennen. Das traditionelle Seidenweberhandwerk wird besonders in der Provinz Takeo gepflegt, in der Sorya e.V. arbeitet. Hier entstehen wunderschöne Stoffe bester Qualität.

Das Land verfügt über kaum Industrie und produzierendes Gewerbe und muss fast alles importieren, meist aus Thailand, China und Vietnam. Um das zu verdeutlichen: Sehr viele Khmer fahren Motorroller. Die meisten tragen keine Helme, denn die sind aus Vietnam importiert und mit 12$ viel zu teuer. Es gibt Bemühungen, eine kambodschanische Fertigung aufzubauen, die die Helme für 7$ anbieten könnte. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.

Eine Ausnahme ist die florierende Textilindustrie, die auch für H&M, GAP und andere fertigt. Sie ist das Standbein der kambodschanischen Wirtschaft. Hier sind zahlreiche Frauen aus den Provinzen um Phnom Penh beschäftigt, allerdings unter skandalösen Bedingungen: Für 40-60 Stunden Wochenarbeit gibt es einen Monatslohn von 55$ bis typischerweise 79$ mit 20% Überstunden - für die grundlegenden Ausgaben zum Leben sind um Phnom Penh jedoch eher $90 Monatseinkommen notwendig. Die Textilindustrie ist stark von Zoll- und Handelsprivilegien abhängig, um mit den billigeren Produzenten China und Indien konkurrieren zu können. Zum weiteren wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt sich der Tourismus. Inzwischen sind es mehr als zwei Million Menschen pro Jahr, die vor allem wegen der Tempel von Angkor Wat kommen.

Das Bruttoinlandprodukt pro Kopf und Jahr beträgt 782$ (Deutschland: 29.400€ = 39.690$).Der Staatshaushalt ist in höchstem Maße von Entwicklungshilfegeldern abhängig. Die allgegenwärtige Korruption ist ein riesiges Problem.

Wichtigste Exportgüter: Kautschuk, Holz

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Bildung

--> Die Analphabetenrate liegt bei durchschnittlich 37,2%; in den ländlichen Gebieten ist der Anteil jedoch weitaus höher.

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Geld
Die Landeswährung sind kambodschanische Riel. Ein Euro entspricht etwa 5.585 Riel, ein US-Dollar etwa 4.200 Riel (hier aktueller Kurs). Es gibt Scheine zu 50, 100, 200, 500, 1.000, 5.000 und 10.000 Riel. Münzen werden nicht verwendet.
Ein Liter Wasser kostet 500R, ein Liter Benzin 4.600R (1,10 US-$). Die Inflationsrate liegt mittlerweile bei 7%. Sie wird getrieben von Preisteigerungen bei Nahrungsmitteln (9%) und Benzin (35%). Eine Mahlzeit aus Reis, Gemüse und Fleisch gibt es zwischen 2.500R und 10.000R. Ein Busticket für 60km kostet 4.500R. Bettler sagen manchmal „Som muy rooy“, das heisst „Bitte 100 (Riel)“. Einfache Unterkunft für Touristen kostet zwischen 2 und 8 US-$ pro Nacht. Mit US-$ kann überall bezahlt werden, mit Euro nicht. Ein Grundschullehrer verdient 35-45 US-$ im Monat, ein Soldat noch weniger. Für Kambodschaner auf dem Land ist ein menschenwürdiges Leben unter einem Dollar pro Tag und Kopf nicht möglich. (Die Asia Development Bank (ADB) hat in ihrer letzten Studie die Armutgrenze für Kambodscha mit 1,35 Us-$ pro Tag errechnet.) In Phnom Penh ist das Leben noch teurer.

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Jugend
Durch Jahre des Krieges, geringe Lebenserwartung und hohe Geburtenraten hat Kambodscha eine der jüngsten Bevölkerungen der Welt. Themen wie (Aus-)Bildung und wirtschaftlicher Aufschwung, aber auch Gewalt, Drogen und AIDS gehören so zu den drängendsten Problemen. Eine ganze nach den Schreckensjahren geborene Generation steht bereit, die Vergangenheit ruhen zu lassen (leider?) und mit großem Einsatz die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Sie arbeiten unermüdlich, helfen auf dem Feld, lernen nachts fürs Abitur, pauken Englisch und sind voller Hoffnung auf das, was wird.

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Geographie
Das Königreich Kambodscha liegt in Südostasien. Seine Nachbarstaaten sind Laos, Vietnam und Thailand.
Im flachen Westen und Süden des Landes dominieren Reisfelder und charakteristische Zuckerpalmen die Landschaft. Diese Regionen sind größtenteils entwaldet. Im Norden und Westen befinden sich Mittelgebirge. Die Provinzen östlich des Mekong sind dicht bewaldet und schwer zugänglich. Charakteristisch ist hier der rote Boden.
Ganz Kambodscha ist vom Wasser geprägt. Besonders die Flüsse Mekong und Tonle Sap und der Binnensee Tonle Sap prägen Landschaftsbild und Lebensweise. In der Regenzeit (Mai bis Oktober) stehen zuweilen Straßen und Landesteile unter Wasser. In der Trockenzeit (November bis April) zehren Land und Leute von den Wasserreserven der Regenzeit. Wenn der Regen ausbleibt oder sich verspätet (wie oft in den vergangenen Jahren), ist das fatal. Die Temperatur ist gleichbleibend hoch. In der Regenzeit ist es etwas kühler als in der Trockenzeit, Temperaturen fallen jedoch selten unter 20 °C.

Die Hauptstadt Phnom Penh hat etwa 1,5 Millionen Einwohner. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Weitere große Städte sind Battambang und Siem Reap, die an den Tempel gelegene Hauptstadt des Tourismus. Die Entwicklung in Siem Reap überschlägt sich förmlich und ist vom Rest des Landes völlig entkoppelt. Touristen fliegen zum Tempelbesuch direkt aus Singapur ein und umgehen so das „andere“ Kambodscha völlig - mittlerweile zählen die Tempel von Angkor im Schnitt 5.000 Besucher täglich. Weitere touristisch erschlossene Orte sind der Küstenbadeort Sihanoukville am Golf von Thailand und zunehmend die Stadt Banlung in der Nordostprovinz Rattanakiri. Das Verkehrsaufkommen dort ist mit dem etablierter Touristenziele jedoch noch lange nicht zu vergleichen.

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Klima
Tropisches Monsunklima. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt etwa 27 °C.
Die Regenzeit dauert von Mitte April bis Mitte Oktober. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 1400 mm im zentralen Tiefland, ca. 3800 mm in den bergigen Regionen und ca. 5000 mm an der Küste.

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Klimatabelle

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Armut


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LINKS

externe Links

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“ in Kampong Speu

Deutscher Entwicklungsdienst DED
KFW Entwicklungsbank

Phnom Oenh Tagebuch (Blog)
Wetter und Uhr-Zeit (aktuell)

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Themen, Trends, Probleme

Jedes Land hat „seine“ Themen, resultierend aus Geschichte, geopolitischer Lage und wirtschaftlicher Situation. Kambodschas Themen zeugen vom Krieg, von Armut und ihren Folgen und vom Umbruch.

Gesellschaft: Umgang mit traumatischer Geschichte. Korruption. Schlechte Straßen. Rechtlosigkeit. Tourismus. Teilnahme an der Welt nach langer Isolation. Sextourismus. (Kinder)Prostitution. Buddhismus/Tradition vs. rasanter Eintritt in die globale Moderne. Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit.

Wirtschaft: Illegales Abholzen. Bittere Armut. Korruption. Hohes Wachstum. Zollschranken und Freihandel, Mitgliedschaft in ASEAN, WTO. Wirtschaftsregion Südostasien. Chinesischer Einfluß.

Politik und Justiz: Tribunal gegen die Führer der Roten Khmer. Menschenrechte und Demokratie. Korruption. Politische Instabilität. Diktatorische Tendenzen.

Gesundheit: HIV/AIDS. Tuberkulose. Schlechte medizinische Versorgung. (Synthetische) Drogen. Alkoholismus. Landminen.

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Quellen und weiterführende Informationen

http://www.prasat.de/Kambodschainfo.htm
http://www.citypopulation.de/Cambodia_d.html

Sorya

Deutsches Auswärtiges Amt: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/Kambodscha.html

CIA - The World Factbook - Cambodia:
https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/cb.html

Ethnologue: http://www.ethnologue.com/show_country.asp?name=KH

Tales of Asia: http://www.talesofasia.com/cambodia.htm

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kambodscha

Sowie das Buch "Kulturschock Kambodscha" von Sam Samnang, ISBN 3-8317-1294-8, 14,90€.

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